“Aus meiner Praxis als Revierverwalter ist das klar eine Entscheidung des Eigentümers, die ich forst- und jagdwirtschaftlich umsetzen kann:

Strategie A: Der Fokus liegt auf der jagdlichen Passion
Steht das Jagderlebnis und ein bewusst höherer Wildbestand im eigenen Wald im Vordergrund, bedeutet dies ein aktives forstliches Gegensteuern, um die Substanz der Verjüngung zu sichern:

  • Aktive Biotopgestaltung: Dieser Weg erfordert den gezielten Aufbau von Wild-Biotopen, Wildäckern und Ablenkungsfütterungen, um den Verbissdruck strategisch vom Wirtschaftsholz abzulenken.
  • Erhöhter Investitionsbedarf: Wenn der Verbissdruck steigt, muss die Naturverjüngung künstlich geschützt werden. Ein Hektar Forstfläche professionell zu gattern, kostet schnell zwischen 3.500 und 6.000 Euro.

Strategie B: Der Fokus liegt auf der forstlichen Rendite
Soll sich der Waldumbau primär selbst tragen und die Kosten durch den jährlichen Holzzuwachs gedeckt werden, rückt die natürliche Waldverjüngung in den Mittelpunkt:

  • Effiziente Regulation: Der Wildbestand wird waldgerecht und intensiv reguliert, damit Mischbaumarten für einen klimafitten Wald ohne teure Hilfsmittel hochkommen.
  • Kapitaleffizienz: Das Budget verringert sich und fließt nicht in Zäunungen, sondern direkt in die wertsteigernde Pflege des bestehenden Bestands.

Egal welcher Weg: Am Boden zeigt sich, welche Strategie gewählt wurde und ob ein Forst-Praktiker sein Handwerk versteht. Die Natur lügt nicht.
Servus aus dem Revier und ein schönes Wochenende!“

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