Das vergessene Wegenetz: Warum forstliche Infrastruktur nicht beim Lkw-Zubringer Wer die Erschließung eines Forstbetriebs optimieren will, blickt meist zuerst auf das Lkw-befahrbare Hauptstraßennetz. Neue Trassen werden geplant, Budgets im fünf- bis sechsstelligen Bereich kalkuliert. Ein massiver Hebel für die Logistikeffizienz und den Bodenschutz wird dabei jedoch oft übersehen: das historische, kleingliedrige Netz aus alten Forst-…
Wer große Forstflächen im Sinne eines wertorientierten Asset Managements führt, blickt meist zuerst auf die Holzpreise und die Erntekosten. Ein massiver, oft übersehener Renditefresser liegt jedoch viel weiter oben: im administrativen Overhead. Und damit sinkt die forstliche Rendite deutlich. In der Praxis begegnen mir immer wieder Betriebe, deren Verwaltungsstrukturen historisch so schwerfällig gewachsen sind, dass…
Aus meiner täglichen Praxis als Revierförster steht fest: Die nachhaltigste und wirtschaftlichste Sanierung eines Waldes gelingt oft ohne teure Investitionen – rein durch das bewusste Nutzen der biologischen Intelligenz und der Naturverjüngung am Waldboden vor Ort. Es geht nicht darum, den klassischen Forstgarten oder die Baumschule zu verteufeln, die in bestimmten Situationen ihre absolute Berechtigung…
“Aus meiner Praxis als Revierverwalter ist das klar eine Entscheidung des Eigentümers, die ich forst- und jagdwirtschaftlich umsetzen kann: Strategie A: Der Fokus liegt auf der jagdlichen PassionSteht das Jagderlebnis und ein bewusst höherer Wildbestand im eigenen Wald im Vordergrund, bedeutet dies ein aktives forstliches Gegensteuern, um die Substanz der Verjüngung zu sichern: Strategie B:…
Wer durch ein gepflegtes, parkähnliches Waldstück bzw. durch einen Forst geht, hat oft das Gefühl von Ordnung. Im modernen forstlichen Risikomanagement wissen wir jedoch: Ein zu akkurat „aufgeräumter“ Wald ist biologisch instabil und ökonomisch oft eine Fehlkalkulation. Das gezielte Belassen von Totholz und das Ausweisen von Biotopbäumen wird im klassischen Asset Management immer noch häufig…
In den aktuellen Debatten über den klimaresistenten Waldumbau liest man es immer wieder: Heimische Monokulturen sollen im großen Stil durch exotische, vermeintlich klimaresistente Baumarten ersetzt werden. Was auf dem Papier wie eine schnelle Lösung aussieht, entpuppt sich im gehobenen Asset Management oft als unkalkulierbares Risiko. Wer systemfremde Exoten großflächig einbringt, kauft oft neue, noch unerforschte…
Bei der Durchforstung geht es um weit mehr als um das schnelle Ernten von Holz bzw. einen höheren Forst-Ertrag. Es ist die gezielte Steuerung der Zukunft. Ein ganz praktisches Beispiel von der heutigen Fläche: Wir entnehmen ganz bewusst die Bedrängern, um den stärksten, zukunftsfähigsten „Zukunftsbäumen“ (Z-Bäume) Raum zu geben. Nur wenn seine Krone jetzt genug…
Dass der Klimawandel den Wald verändert, ist keine Neuigkeit mehr. Dass er aber die fundamentale Berechnungsgrundlage von forstlichen Transaktionen aushebelt, wird im gehobenen Asset Management noch viel zu oft übersehen. Ein Blick auf die aktuellen Daten der Österreichischen Waldinventur (BFW) zeigt einen historischen Wendepunkt: Erstmals geht der Gesamtholzvorrat in den heimischen Ertragswäldern messbar zurück –…
Ein Forstbesitz von bedeutender Größe ist kein kurzfristiges Wirtschaftsgut. Er ist ein Generationenprojekt, ein Anker für Familienvermögen und Stiftungen. Ein Wald wächst in Jahrhunderten. Unsere Aufgabe als moderne Verwalter ist es, in Jahrzehnten zu denken und im Moment präzise zu handeln. Doch genau hier liegt bei Transaktionen das Risiko: Ein Wald verzeiht keine Fehler auf…